Neo Tech Blog – Digitale Technologien und Projekte @neofonie

NEO TECH LBLOG - Praxis-Techblog für IT, Web und Mobile
aem-icon

Die neuen Features von AEM 6.4

Keine Kommentare

Adobe hat Anfang April 2018 eine neue Version des Adobe Experience Manager veröffentlicht. Mit der neuen Version 6.4 stellt Adobe das Kundenerlebnis, also jegliche Interaktionen eines Kundens mit einer Marke, in den Mittelpunkt. Hinter den Schlagworten “Fluid Experiences”, “Content Intelligence” und “Marketing, IT and Velocity” verbergen sich neue Features, die zur Erstellung von personalisierten Inhalten, einem schnellen Time-to-Market Prozess sowie einer verbesserten Customer Journey beitragen sollen.

Katharina-Sophie Haufe von Neofonie stellt die neuesten Features vor, die vor allem für Autoren, Redakteure und Marketing relevant sind.

AEM-6-4-News-NeofonieEffektive Website-Erstellung und Verwaltung

Mit AEM 6.4 sind zahlreiche Features dazu gekommen bzw. sind optimiert worden, die es den Redakteuren und Autoren erleichtern Inhalte noch einfacher und ohne Programmierkenntnisse zu erstellen. Dazu zählen u.a.: Core Components, Style System, Building Blocks sowie Single Page Application.

Core Components

Adobe bietet mit der neuen Version des Experience Managers neue produktionsfertige Kernkomponenten, um Seiten und Formulare noch einfacher und schneller zu erstellen und zu gestalten. Vorgefertigte Komponenten wie u.a. Bild-, Text, Listen- oder auch Formular Container werden benutzt, um responsive Seitenerlebnisse mit weniger Entwicklungsaufwand zu erstellen.

Die Core Components können per Drag-and-Drop-Editor in die Seiten integriert und durch eine Seitennavigation, Teaser und Suchfunktionen erweitert werden. Adobe wird im Laufe der Zeit mehr Kernkomponenten zur Verfügung stellen.

Style System

Um geräteübergreifend optimierte Inhalte auszuspielen, enthält AEM 6.4 ein neues Style System. Mit dem Style System lassen sich seitenübergreifende Styles mit konsistentem Design erstellen ohne Entwicklungsaufwand. Dazu stehen sowohl vorgefertigte Styles zur Verfügung (Blockstyle, Grid Style usw.) als auch Individualisierungsmöglichkeiten, die über den Template Editor mit wenige Klicks ohne Programmierkenntnisse zusammengebaut werden können. Autoren können dadurch visuelle Varianten von Web-Komponenten erstellen, die dann beliebig eingesetzt werden können.

AEM-6-style-system

Building Blocks

Mit der Version 6.3. kamen die Experience Fragments als neues Feature hinzu. Jetzt wurde dieses Element durch Building Blocks erweitert. Experience Fragments ermöglichen Autoren die Wiederverwendung von Inhalten über verschiedene Kanäle hinweg.

Mit Building Blocks lassen sich nun Bestandteile aus bestehenden Experience Fragments in andere Experience Fragments konvertieren und wiederverwenden, die entweder das selbe oder auch ein anderes Template verwenden. Autoren können somit Content über verschiedene Varianten hinweg wiederverwenden.

Editor für Single Page Apps

Mit einem Framework wie Angular oder React.JS erstellte Single Page Applications lassen sich in der AEM-Autorenumgebung nahtlos bearbeiten und als Vorschau anzeigen. Damit können Entwicklung und Marketing eng zusammenarbeiten, um dem Kunden ein einzigartiges Erlebnis zu bieten.

Optimierung mit KI-Funktionalitäten

Eine wesentliche Neuerung von AEM 6.4 ist der Einsatz von Machine Learning und KI, um Inhalte automatisch zu personalisieren, eine passgenaue Ansprache der Zielgruppe zu ermöglichen und zu einer verbesserten Customer Journey beizutragen. Die KI-Funktionen unterstützen den Redakteur bei der Erstellung von Inhalten und bei der Bildbearbeitung. Im Bereich Assets sind die Elemente Smart Tagging, Smart Crop und Smart Translation Search neu hinzugekommen, im Bereich Sites helfen Smart Layout bei der personalisierten Ausrichtung von Seiten.

Smart Layout

Mit dem neuen Feature “Smart Layout” werden Seitenlayouts automatisch auf Basis von KPIs optimiert, so dass Inhalte effektiv auf die Vorlieben von Einzelpersonen und Zielgruppensegmenten zugeschnitten sind. Smart Layout nutzt dazu Adobe Analytics und die KI von Adobe Sensei, schlägt optimierte Layouts vor und lernt automatisch dazu, um personalisierte Versionen auszuspielen.

Smart Tagging

Für die Bilderkennung ist das Verschlagworten von Bildern unter Gesichtspunkten der Suchmaschinenoptimierung als auch der internen Suche wesentlich. Der neue Experience Manager erleichtert diese Arbeit, in dem der Redakteur beim Anlegen von Bildern Empfehlungen erhält, welche Tags genutzt werden sollten. Unternehmensspezifische Bildeigenschaften werden erkannt und neue Assets automatisch vertaggt. Die Technologie lernt ständig hinzu und erleichtert das tägliche Arbeiten.

Smart Crop

Hinter “Smart Crop” steckt das automatische Zuschneiden und Verarbeiten von Bildern. Neben der automatischen Ermittlung von Bandbreite und Gerätetyp, um die Dateigröße bei der Bereitstellung anzupassen, erkennt AEM auch das Motiv selbst und schneidet dieses auf den Fokuspunkt hin zu.

Smart Translation Search

Die neue “AEM Smart Translation Search” ermöglicht die automatische sprachübergreifende Suche von AEM-Inhalten in der Autorenumgebung, sowohl von Assets als auch Seiten. Redakteure aus unterschiedlichen Ländern (50 Sprachen werden unterstützt) können einen Begriff in ihrer Sprache suchen und erhalten das selbe Objekt.

Skalierung und Sicherheit in der Cloud

Die Verknüpfung zwischen IT und Marketing wird mit dem neuen Adobe Experience Manager weiter gestärkt. Dazu sind die Schnittstellen zur Adobe Marketing Cloud und zur Cloud Infrastruktur gestärkt und Oberflächen geschaffen worden, worüber digitale Angebote skaliert und gemanaged werden können. Autoren des Experience Managers sind in der Lage Continuous Integration und Continious Delivery Prozesse selbst anzustoßen und können damit für die Sicherheit der Systeme sorgen und die Skalierung selbst verwalten.

Cloud Manager

Um das Aufsetzen, Pflegen und Skalieren von digitalen Angeboten zu vereinfachen und zu beschleunigen, hat Adobe eine neue Self-Service-Schnittstelle zum Managen von AEM in der Cloud-Umgebung geschaffen. Veröffentlichungen sollen beschleunigt und deren Risiken gesenkt werden. Das Self Service Portal unterstützt zudem beim Setup, Managen und Monitoring. Verfügbar sind diese Features für Managed Service Customers.

Creative Cloud Integration

Mit AEM 6.4 ist der Zugriff auf Adobe Photoshop CC, Adobe Illustrator CC und Adobe InDesign CC auf das AEM DAM noch einfacher als je zuvor.

Eine einmalige Single-In Anmeldung in der Creative Cloud eröffnet den Zugriff auf alle Assets im Digital Asset Management des AEM. Die cloud-basierte Zusammenarbeit ermöglicht gleichzeitig das automatische Aktualisieren von Assets ins DAM.

Fazit: AEM bringt digitale Angebote zielgerichtet und schnell an den Kunden

Adobe gibt den Redakteuren, Autoren und Marketing Mitarbeitern mit AEM 6.4 ein mächtiges Werkzeug an die Hand, womit Inhalte noch schneller und kundenzentrierter erstellt, gemanaged und optimiert werden können.

Zahlreiche integrierte Funktionen lassen sich zudem durch Module aus der Adobe Marketing Cloud erweitern und externe Anwendungen anbinden. Das macht den Adobe Experience Manager zu einem äußerst umfassenden aber auch komplexen Content Management System für Unternehmen.

Im Rahmen eines Webinars habe ich die neuesten Features von AEM 6.4 in einer Live-Demo vorgestellt. Das Video dazu finden Sie hier.

 

 

Katharina-Sophie Haufe

Autor: Katharina-Sophie Haufe

Katharina-Sophie Haufe hat 2014 als Portalmanagerin des Urlaubsportals spanien.de bei der Neofonie angefangen und diese mit aufgebaut. Heute berät sie Kunden als Information Architect bei der Auswahl geeigneter Content Management Systeme wie Magnolia, FirstSpirit oder AEM. Sie ist Adobe Certified Expert AEM 6 Business Practitioner und erstellt Anwenderdokumentationen und schult Kunden im Umgang mit AEM, Magnolia und Shopware.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.