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Warum Tech Weeklies von Bedeutung sind

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Wissen und Erfahrungen, welche bei der täglichen Projektarbeit aufgebaut werden, finden sich im Idealfall in der Projektdokumentation wieder. Vieles steckt aber verborgen in den klugen Köpfen der Projektmitarbeiter. Doch wie kann das Wissen effektiv und mit wenigen Verlusten weiter gegeben werden? 

Während für den projektinternen Austausch oftmals Stand-up, Tech Meetings, Reviews und Retrospektiven zum Einsatz kommen, treffen sich Mitarbeiter für den projekt- als auch abteilungsübergreifend Austausch und Überblick in verschiedenen Runden, z.B. im Projektleiter Jour Fixe, in der Architektenrunde, beim Abteilungsfrühstück oder im so genannten Dienstag-Vortrag. Ziel ist es dabei entstandenes Wissen innerhalb des Unternehmens zu verteilen und auch aktiv für die eigene Arbeit zu nutzen.

Alles begann mit den Kanban Weeklies

Doch wie geht man mit Themen um, die man langfristig und nachhaltig in die Projekte einbringen möchte? Mit einem einzigen Vortrag oder Workshop ist das nicht getan. Die Themen müssen vielmehr über einen längeren Zeitraum gestreckt werden, quasi als Serie. Daher haben wir dieses Jahr damit angefangen, regelmäßige Tech Weeklies zu veranstalten. Als Startthema wurde intern das Thema Kanban ausgewählt, aus diesem Grund hießen diese Treffen zunächst auch Kanban Weeklies. Hintergrund war es, dass wir mit Kanban in einigen Kundenprojekten gute Erfahrungen gemacht haben und diese anderen Teams vorstellen und mit ihnen teilen wollten. Die Idee Kanban nach Kanban Methode vorzustellen, kam dabei sehr gut an.
Die Weeklies selbst werden im Lean Coffee Format (http://leancoffee.org) abgehalten mit möglichst wenig bis keine Folien und viel Raum für freie Diskussionen. Für die meisten Meetings erfolgte eine Videoaufzeichnung, so dass abwesende Kollegen diese später einsehen können.

Initiale Themen wurden auf einem Flipchart visualisiert und für diese ein WIP Limit eingeführt. Dabei wurde zunächst mit den Grundlagen begonnen und von Woche zu Woche auf Basis der Teilnehmerabstimmung einzelne Themenbereiche vertieft. Die abgeschlossenen Themen, flankiert mit Literaturhinweisen oder Videocasts, wurden dann in die “Done” Spalte verschoben.

Die in den Weeklies gewonnenen Informationen probierten die Teilnehmer in Form von kleinen Änderungen in ihren Projekten aus und diskutierten diese in späteren Meetings wieder untereinander. Das Ziel den initialen Funken überspringen zu lassen hatten wir somit erreicht.

Nach nun fast 6 Monaten, vielen anderen Themen wie z.B. Git, Logstash und Kibana, DevOps und der Umbenennung in “Tech Weeklies”, glauben wir einen guten Rahmen geschaffen zu haben, um aktuelle und auch neue Themen strukturiert und langfrisitig in die Projektarbeit einzubringen – und nicht nur wegen des wöchentlichen Kaffee und Kuchens.

Wir werden hier regelmäßig aus den Tech Weeklies berichten.

Ender Özgür

Autor: Ender Özgür

Ender Özgür hat Informatik an der TU Berlin studiert. Er verantwortet als Head of Software Factories bei Neofonie die moderne Umsetzung von Entwicklungsprojekten. Neofonie entwickelt individuelle, digitale Lösungen und bietet Beratung, Konzeption, Design, Entwicklung und Betrieb aus einer Hand. Zu den Kunden zählen der Wort & Bild Verlag, Audi, Leica, Rausch und Super RTL.

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