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Mobile Publishing

Mobile First: Warum Mobile für Publisher so wichtig ist

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Die große Beliebtheit von Inhalten, die über mobile Endgeräte konsumiert werden und laut Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) mittlerweile 530 Apps deutscher Verlage zeigen deutlich: Mobile Publishing ist für Verleger essentiell geworden, um auf dem hart umkämpften Zeitungsmarkt zu bestehen. Aus den seit Jahren stetig sinkenden Auflagezahlen resultieren neue Herausforderungen für alle, die ihre User weg von Print hin zur App bringen wollen.

Viele Verlage stehen noch vor der Mobile-Hürde

Laut dem „Reuters Institute Digital News Report 2015“ nutzen hierzulande bereits 33 Prozent ihr Smartphone, um sich in Sachen Nachrichten auf den neuesten Stand zu bringen. Doch viele Verlage können mit den technischen Innovationen in Sachen Apps nicht Schritt halten, haben noch kein tragfähiges Bezahlsystem gefunden oder immer noch Probleme, die aktuellen Anforderungen in Sachen Usability zu meistern. Abstürze, schlechte Nutzerführung, lieblose Aufbereitung und fehlende Inhalte gehören laut Userschaft leider zum Alltag in der deutschen Mobile Publishing Landschaft. Das führt natürlich zu Frust bei vielen Mobile-Kunden, deren Kaufkraft mittlerweile genauso groß ist, wie die der Print-Leser.

Der Trend geht in Richtung Paid-Content

Auf Grund dieser immer weiter wachsenden Kaufkraft und der immer weiter fallenden Printauflagen, hat in den letzten Jahren bei den Verlagen ein Paradigmenwechsel stattgefunden, welcher zum Ziel hat, die weggebrochenen Erlöse bei Mobile-Lesern wieder rein zu holen. An der Paywall führt derzeit kaum ein Weg vorbei. Gerade für regionale Verlage ist das Paid-Content Modell besonders geeignet, da deren Abonnenten nur schwer zu einem anderen Anbieter wechseln können, der das selbe Gebiet mit seinen Inhalten bespielt. Dass Paid Content auch in Deutschland funktioniert, zeigt das Angebot BILDplus, welches heute auf allen Plattformen Geräte-übergreifend erhältlich ist. Das Bezahlmodell von Axel Springer startete bereits im Juni 2013 und verfügt heute laut Verlag über 260.000 zahlende Leser. Ein anderer Weg der Medienhäuser um die eingebrochenen Printzahlen wieder einzuspielen ist Mobile Advertising. Die Akzeptanz von Werbeinhalten stößt jedoch auch Mobile – ähnlich wie im Netz- auf ihre Grenzen. Viele User sind der Ansicht, dass wenn sie für hochwertige Inhalte zur Kasse gebeten werden, nicht noch mit Werbeinhalten penetriert werden sollen. Publisher-Apps sollten daher über ein tragfähiges Bezahlmodell verfügen, um sich finanzieren zu können.

Mehr zum Thema Mobile Publishing und was Medienhäuser bei der Umsetzung und Planung von Mobile Publishing Apps beachten sollten, zeigen wir in unserem kostenfreien Whitepaper „Mobile Publishing für Medienhäuser“.

 

Bildquelle: Photographer: Karolina Grabowska.STAFFAGE

Stefan Gerstmeier

Autor: Stefan Gerstmeier

Geboren 1968, Stefan studierte Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Seither hat er als Projektmanager, Vice President und Direktor verschiedener Technologieunternehmen in China und Japan gearbeitet. Er ist außerdem Mitgründer einer App Firma in Japan und Brasilien. Seit 2013 ist Stefan Teil des Neofonie Mobile Managment Teams.

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