Neo Tech Blog

NEO TECH LBLOG - Praxis-Techblog für IT, Web und Mobile
Softwareentwickler Mike Herzog bei Neofonie

Digitalmacher:
Im Gespräch mit einem Softwareentwickler

Keine Kommentare


Hinter jeder Anwendung stecken Entwickler, Projektmanager, Softwarearchitekten und Designer. In unserer neuen Serie „Digitalmacher“ stellen wir sie vor. Mike Herzog gibt Einblick in seinen Alltag als Softwareentwickler bei Neofonie und seine Erfahrungen mit Magnolia CMS und Clean Code.

Wie bist Du zur IT gekommen?

Ich habe hier in Berlin Informatik studiert. Bereits seit dem zweiten Semester habe ich nebenbei als Software-Entwickler gearbeitet. Damals ging es um ein kleines C-Programm, das Dateien von einem Verzeichnis in ein anderes kopiert. Dieses Tool wurde dann von mir und Kollegen immer weiter erweitert, bis es heutzutage eine echtzeitfähige, verteilt laufende E-Government-Anwendung ist, die mit verschiedenen Java-Technologien realisiert wurde.

In der Zwischenzeit habe ich mir unterschiedliche Framework- und Programmierkenntnisse angeeignet. Vor allem Java, aber auch C++, .Net, Python sowie Shell-Scripts und etwas PHP. Derzeit schaue ich mir auch Javascript an.

An welchem Projekt arbeitest Du zur Zeit?

Derzeit arbeite ich an einer Web-Anwendung auf Basis von Magnolia CMS. Dabei nutzen wir viele Aspekte des CMS, unter anderem seine Infrastruktur und Standard Templates. Diese müssen teils aber auch modifiziert oder erweitert werden. Dabei hilft uns speziell „Blossom“, ein Magnolia-Modul, mit dem unser Java- und „Spring“-Know-How sehr gut in Magnolia CMS eingebunden werden kann.

Ich bin dabei vor allem für die Middleware zuständig. Diese stellt die Verbindung zwischen der Datenschicht und der Darstellung für den Nutzer dar. Ich bin somit hauptsächlich für das Entgegennehmen der Anfragen, die internen Berechnungen und die Übergabe der Ergebnisse an das Frontend zuständig. Ich kann natürlich auch bei darüber hinausgehenden Fragen, zum Beispiel zum Speichern und Abrufen der Daten sowie deren Präsentation mit diskutieren. Vieles wird im Team entschieden.

Welchen Eindruck hast Du von Magnolia CMS?

Magnolia CMSDas Magnolia CMS kannte ich bereits seit längerem, allerdings hatte ich mich noch nicht so intensiv wie jetzt damit beschäftigt. Es ist sehr transparent und gut strukturiert. Als Magnolia Certified Partner stehen uns viele Hilfsmittel bereit, so dass es mir relativ leicht fiel, mich darin einzuarbeiten. Auch die Community und die in den letzten Jahren verbesserte Dokumentation waren eine Hilfe dabei. Und natürlich sind auch die Erfahrungen der anderen Kollegen von Vorteil.

Welche Technologien findest Du derzeit am spannendsten?

„Spannende Technologien“ gibt es für mich eigentlich gar nicht. Für mich stellt jede neue Programmiersprache, jedes neue Framework, jede neue Technologie ein neues Werkzeug in meinem Werkzeugkoffer dar. Jedes Projekt hat eigene neue Anforderungen, und diese müssen mit dem jeweils geeigneten Werkzeug erledigt werden. Dabei richte ich mich nicht nach Trends.

Worauf kommt es Dir in der Entwicklung einer Software besonders an?

Usability – ich finde, das ist das A und O. In meinem Zivildienst in der Patientenaufnahme eines Krankenhauses habe ich gesehen, wie Krankenschwestern sich mit der Verwaltung der Patienten mit einem SAP R/3 rumärgern mussten. Da war mir klar, das muss auch besser gehen. Entsprechend habe ich mich in meinem Studium verstärkt mit denjenigen Aspekten der Informationsverarbeitung des Menschen beschäftigt, die bei der Gestaltung von technischen Informationssystemen Einfluss haben. In der Schaffung anwenderfreundlicher Software, die intuitiv verstanden wird, liegt meine Passion. Bei der Erstellung von Templates beispielsweise denke ich immer auch an die Redakteurin beziehungsweise den Redakteur.

Außerdem denke ich beim Programmieren immer auch an die Wartung des Codes. Ich habe bereits in anderen Projekten viel Zeit mit der Wartung von bestehendem Programmcode verbracht. Nichts ist einmal programmiert und dann in Stein gemeißelt. Sogenannter Clean Code ist deshalb extrem wichtig. Der Code muss auch für andere Programmierer verständlich sein. Deshalb versuche ich mich an die Richtlinien zu halten, die Robert C. Martin in seinem berühmten Buch aufgeschrieben hat.

Bekommst Du Einblick in andere Projekte, die bei Neofonie laufen?

Ich bin erst seit Ende 2013 bei Neofonie und habe bis heute in viele Projekte Einblick bekommen. Besonders die sogenannten Tech Weeklies, in denen Kollegen wöchentlich ihre Erfahrungen mit Tools, Technologien und Projekten vorstellen, finde ich toll.

Tauscht Du Dich auch mit anderen Entwicklern aus – ausserhalb der Neofonie?

Ich bin bei stackoverflow.com aktiv. Das ist eine Online-Community, in der zunächst einmal jeder Fragen stellen und Antworten geben kann. Angemeldete Mitglieder können Punkte für gute Fragen und Antworten bekommen, wodurch sie sich einen “guten Ruf” aufbauen.

 

 „Digitalmacher

In unserer Serie „Digitalmacher“  stellen wir Entwickler, Projektmanager, Softwarearchitekten und Designer vor und sprechen über Methoden, Tools und Vorlieben. Sie geben uns Einblick in ihre Erfahrungen bei der Entstehung digitaler Anwendungen.

Wir suchen DICH!

Neofonie sucht Software Developer, Projekt Manager und System Architekten.
Bewirb Dich jetzt.

 

Mike Herzog

Autor: Mike Herzog

Mike Herzog arbeit seit 2013 bei Neofonie als Software Developer.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.