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Portalmanagerin Katharina-Sophie Ponke

Digitalmacher:
Als Portalmanagerin denke ich wie der User

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Als Portalmanagerin und Touristikexpertin betreut Katharina-Sophie Ponke ein Reiseportal und war beim Relaunch maßgeblich beteiligt. Im Interview zu unserer Serie „Digitalmacher“ berichtet Sie von Ihren Erfahrungen aus der Zusammenarbeit zwischen Redaktion und IT und betont die steigende Bedeutung von Contentmarketing und SEO bei der Erstellung von Portalen.

Du betreust das Portal spanien.de. Welche Rolle hast Du darin und was war hierbei die größte Herausforderung?

Meine Aufgabe war das Portal spanien.de mit Leben zu füllen, indem ich Texte, Bilder, Videos, Wetterinformationen, Nachrichten, Reiseempfehlungen und Hotelbewertungen recherchiert und in das Magnolia CMS eingepflegt habe. Dabei habe ich mit den unterschiedlichen Abteilungen aus Entwicklung, Projektmanagement, UX-Design und Sales in enger Abstimmung zusammengearbeitet, um neue Komponenten zu entwickeln.

Besonders interessant fand ich die SEO-Arbeit. In Workshops wurde unter anderem der grundlegende Seitenaufbau definiert.

Ich hätte beispielsweise nie gedacht, dass die Navigation nicht nach den Zielen Balearen, Kanaren und spanisches Festland aufgebaut werden darf. Die wenigsten User suchen danach, sondern häufiger nach „Mallorca Urlaub“ oder „Teneriffa Urlaub“.

Neu war für mich auch, die Verwendung von nur zwei Seitentypen: Die Startseite und die Artikelseite. Die gesamten Themen und Fragestellungen rund um ein Urlaubsreiseziel (in der Touristik nennt man das Destination) werden hierbei auf einer Artikelseite als Longcopy Seite angelegt.  Die wenigen aber relevanten Seiten stärken damit die Domain aus SEO-Sicht.

Wie bist Du überhaupt zur Portalmanagerin geworden?

Ich habe eine schulische Ausbildung zur Assistentin für Tourismus gemacht und Tourismusmanagement an der Hochschule Harz studiert. Dazwischen habe ich als Reiseleiterin auf Mallorca, Gran Canaria und den Malediven gearbeitet. Daraus ist dann auch eine Vorliebe für Spanien entstanden, die mir in meiner Position als Portalmanagerin von spanien.de seit 2014 bei Neofonie zu Gute gekommen ist.

Ich habe mir nicht träumen lassen bei einem IT-Dienstleister zu arbeiten, aber die Arbeit macht riesigen Spaß und ich kann meiner Kreativität freien Lauf lassen.

Was zeichnet für Dich ein modernes Reiseportal aus?

Ein modernes Reiseportal sollte den User das finden lassen, wonach er sucht. Die meisten Reiseportale bauen auf einer Destinationssuche auf, d.h. der Reisende weiß bereits, wohin er will und sucht dazu das passende Angebot.

Ein neuer Ansatz ist es, den Reisenden zu inspirieren und anhand seiner Vorlieben zum Angebot zu führen. Hierfür ermitteln Online-Reiseberater neben Lage, bevorzugten Aktivitäten, den Hotelausstattungsmerkmalen und Buchungsdaten die Vorlieben des Users und geben dazu passgenaue Empfehlung.
spanien.de Reiseberater

Zudem spielen Infotainments und Customer Journey eine immer wichtigere Rolle. Reiseportale werden damit mehr und mehr zu interaktiven Reiseführern. Auf vielfältige Weise, sei es über Videos, Karten, Liveberichte oder Bilder wird der Nutzer inspiriert und informiert und das sowohl vor, während und nach der Reise.

Wie sieht Deine SEO Arbeit aus und was sind aus Deiner Sicht die wichtigsten Punkte, auf die man bei der Optimierung achten sollte?

Suchmaschinenoptimierung (SEO) bedeutet zu allererst die komplette Ausrichtung aller Maßnahmen auf den User. Es bringt nichts, etwas zu entwickeln, was für einen selber Sinn macht, aber bei den Usern nicht ankommt. Mein Marketing Professor Born hat immer gepredigt: „Denken wie der Kunde denkt.“. Dieser Satz gilt auch für den Aufbau eines Internetportals. Hinter jeder Suchmaschine steht ein Benutzer, der Eingaben macht und Antworten auf seine Fragen bekommen möchte.

Bei der Optimierung von Webseiten sollte man mit der Keywordrecherche starten. Dabei halfen mir Webseiten wie ubersuggest, Google Trends, Google Suggest, gutefrage.net, Holidaycheck, Yelp usw.

Bei der Onpage-Optimierung sind technische Erreichbarkeit, Geschwindigkeit, Ladezeit, Architektur, interne Links, Meta Angaben wie Descriptions, Titles, Alt-Atribute und robots.txt sehr wichtig.

Zukünftig wird, laut Google, die korrekte mobile Darstellung der Webseite an Bedeutung gewinnen. Mit einer responsiven Gestaltung kann die Website sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Tablet optimal bedient werden.

Die Offpage-Optimierung beschäftigt sich u.a. mit den eingehenden Links auf die Webseite. Es werden Backlinks sowie Social Signals betrachtet.

Deine Arbeit ist von einer engen Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Abteilungen geprägt. Wie bist Du damit zurecht gekommen?

Am Anfang war es für mich sehr schwierig, den zahlreichen Meetings zu folgen, da alles, was nicht mit meiner Arbeit als Redakteurin zu tun hatte, eine Blackbox war. Durch Nachfragen und Erklärungen der Kollegen konnte ich in die Thematik und Problemfelder einsteigen. Nach und nach entsteht in meinem Kopf ein Bild über die Abläufe, die im Zusammenhang mit dem Magnolia CMS entstehen, wie HTML Prototyp und Template erstellen, damit ich als Redakteurin die Daten eingeben kann, die dann durch das Rendern zu dem verbunden werden, was der User sieht.

Wie geht es jetzt mit dem Portal weiter?

In Zukunft wollen wir das Contentmarketing vorantreiben. Es sollen mithilfe des Newsletters und über Social Media Kanäle unique Texte, Bilder, Infografiken und natürlich entsprechende Reiseangebote beworben werden. Damit verbunden steht der Linkaufbau auch ganz oben auf unserer Agenda.

Du siehst also, dass Thema SEO ist nie beendet und muss kontinuierlich fortgeführt werden.

Welche Themen interessieren dich derzeit noch und möchtest Du vertiefen?

Derzeit finde ich das Thema Contentmanagement am Spannendsten. Dazu gehören nicht nur unique Texte, Bilder, Abbildungen, sondern auch die Vermarktung des Contents um Social Signals und externe Links zu generieren.

Mich interessiert zudem, wie andere Content Management Systeme wie beispielsweise WordPress oder Adobe im Vergleich zum Magnolia CMS funktionieren.

Wofür schlägt dein Herz außerhalb der Arbeit?

Natürlich fürs Reisen und damit im Zusammenhang für die Fotografie. Auf meiner Wunschliste stehen noch so einige Ziele wie Südafrika, Australien und Sri Lanka, die ich unbedingt noch gesehen und fotografiert haben muss.

90 Prozent der Mallorca-Fotos auf spanien.de stammen übrigens von mir.

 

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Katharina-Sophie Ponke

Autor: Katharina-Sophie Ponke

Katharina-Sophie Ponkes Herz schlägt für Reisen und Tourismus. Nach Ihrer Ausbildung zur Assistentin für Tourismus und anschließendem Hochschulbesuch als Tourismusmanagerin war sie auch als Reiseleiterin aktiv. Seit 2014 ist sie bei Neofonie als Portalmanagerin für spanien.de zuständig.

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