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Projektmanagerin Alexandra Nicolae

Digitalmacher:
IT-Projektmanagement ganz pragmatisch

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In der Serie „Digitalmacher“ stellen wir dieses Mal die Arbeit von Alexandra-Irina Nicolae als Projektmanagerin bei Neofonie vor. Sie erzählt uns von den besonderen Herausforderungen im Projektmanagement, ihrer Arbeit mit Entwicklerteams und bevorzugten Methoden, um IT-Projekte erfolgreich umzusetzen.

Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?

Als Projektleiterin besteht mein Arbeitsalltag darin, mit dem Entwicklerteam an Kundenprojekten zu arbeiten. Meine Aufgabenstellungen variieren dabei vom Prozessoptimierer bis hin zum Proxy Product Owner. Ich sorge dafür, dass die jeweiligen Projektrollen ihre Zuarbeiten für das Entwicklerteam zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung stellen. Bleibt dabei was auf der Strecke liegen, versuche ich auch hier in Zusammenarbeit mit dem Team und den Kunden die Lücken zu schließen und lege selbst mit Hand an, sofern mir das möglich ist.

Was heißt das konkret? Gib uns bitte ein Projektbeispiel.

Seit Februar habe ich zum Beispiel gemeinsam mit einem großartigen Entwicklerteam an dem Leica-Fotopark gearbeitet. Die durch Neofonie entwickelte Lösung basiert auf einer Ideenskizze, mit der wir in das Projekt gestartet sind. Darauf aufbauend, haben wir in Zusammenarbeit mit unserer User Experience Abteilung und Leica ein Konzept erarbeitet, das kürzlich von Leica auf der photokina vorgestellt wurde und nun den offiziellen Livetermin eingehalten hat. Ein besonderes Feature und zugleich Herausforderung war der so genannte Konfigurator. Jeder Fotopark-User hat die Möglichkeit, seine Fotos nach seinen Vorstellungen zu konfigurieren. Es können Rahmen in verschiedensten Varianten, das eigene Bild im gewünschten Ausschnitt und Format  gestaltet & abschließend  nach Hause bestellt werden. Hierzu haben wir mit einer Vielzahl anderer Dienstleister zusammengearbeitet. Dies war in erster Linie erforderlich, weil Teilkomponenten des Features an verschiedenen Stellen entwickelt wurden.  Eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten ist dabei die Fehlersuche. Durch die Verschmelzung aller Komponenten ist es sowohl für Enduser, als auch für Anforderer teilweise schwierig zu überblicken, wo sich ein Fehler einschleicht.

Worin liegt deines Erachtens die größte Herausforderung im Projektmanagement?

Die vielleicht größte Herausforderung ist, unter Stress den objektiven Blick über den Entwicklungsprozess, die Stolpersteine und Katastrophenszenarien im Auge zu behalten, ohne Panik zu verbreiten. Katastrophenszenarien auszumalen finde ich wichtig und möchte dies auch nicht als Risikobewertung- oder analyse abwerten. Was für den Einen eine Risikobewertung darstellt, ist im Zweifel für den Kunden eine sich anbahnende Katastrophe. Hier versuche ich immer so nahe wie möglich am Kunden zu bleiben und mich in ihn und seinen Case hinein zu versetzen. Mit Hilfe dieses empathischen Ansatzes wird es mir hoffentlich auch in Zukunft gelingen  in  Projekten  gemeinsam mit dem Team kundenorientiert auf Anforderungen und Anpassungen schnell und zielgerichtet reagieren zu können.

Welche Rolle spielt dabei Teamarbeit für Dich?

Meine Energie ziehe ich ganz klar aus der Zusammenarbeit im Team. Ich kann gar nicht genug ausdrücken, wie wichtig es ist, Kollegen zu haben, auf die man sich auch in stressigen Zeiten verlassen kann. Bis zu dem Tag an dem ich zum ersten Mal mit einem Entwicklerteam zusammen gearbeitet habe, war ich viel und auch durchaus gerne als Einzelkämpfer unterwegs, Teamarbeit war eine Belastung, keine Erleichterung. So recht kann ich es nicht erklären, aber ich denke, einen wesentlichen Anteil am Sinneswandel hatte der Pragmatismus, mit dem Entwicklerteams an eine Aufgabe gehen. Obwohl der Begriff eine negative Konnotation mit sich bringt,  distanziere ich mich davon bewusst. Pragmatismus bedeutet für mich heute die richtigen Fragen zu stellen, den schnellsten Ansatz zur Umsetzung zu finden, den mit dem geringsten Aufwand und dem höchsten Nutzen. Der King (Elvis) hatte dafür schon die richtigen Worte: “A little less conversation, a little more action please. All this aggravation ain’t satisfactioning me…”

Welche Projektmanagement-Methoden findest Du besonders spannend?

  • Lean Development – schnell das Produkt auf den Markt bringen und in kleinen Iterationen Optimierung nach Userfeedback einbauen.
  • Kanban – vorwärts immer, rückwärts nimmer (auch wenn damit nicht alles gesagt ist)
  • User Centered Design – denn der Kunde hat auch Kunden, die glücklich gemacht werden wollen.

Wie bist Du zum Projektmanagement gekommen?

Hier halte ich mich mal zuProjektmanagerin Alexandra Nicolaer Abwechslung kurz, vielleicht wirke ich dann jünger: Grundschule ist irgendwie klar, Oberschule auch, Studium an der Universität Potsdam (Lehramt an Gymnasien Geschichte und Englisch). Zwischendurch mal mit Ur- und Frühgeschichte und Politikwissenschaften experimentiert und immer, ja wirklich immer, während des Studiums gearbeitet. Was ich da gemacht habe, was nicht? Vom Kellnerinnen Dasein bis hin zur Aushilfe im Büro eines Bundestagsabgeordneten war vieles, zweckmäßiges dabei. Ich musste mich und mein Leben quasi optimal organisieren.

Besonders interessant ist aber die letzte Station, wo ich als Projektmanagerin bei ImmobilienScout angefangen habe und schlussendlich als Product Owner mit dem CMS-Entwicklerteam und vielen anderen Projektteilnehmern auf ein neues System in einem Jahr migriert habe. Dabei immer den Leitspruch im Hinterkopf – Keep Calm & Migrate On! Meine Ziele sind eigentlich recht pragmatisch: Spaß bei der Arbeit, tolle Produkte für Kunden entwickeln und mehr agile Methoden in Kundenprojekten einsetzen und Benefits besser sichtbar machen! Meiner Meinung nach, ist das eine gute Grundlage für das Projektmanagement.

Bei welchen Meetups/User Groups/ Techtalks findet man Dich für gewöhnlich?

Im Winter weniger als im Sommer, aber gerne bei den Get Togethers von Leanovate, ebenso wie Fachvorträge wie Clean Code – Wozu eigentlich? , immer wieder im Product Ower Dojo und auf den Berliner Webvision-Events.

 

 

 „Digitalmacher

In unserer Serie „Digitalmacher“  stellen wir Entwickler, Projektmanager, Softwarearchitekten und Designer vor und sprechen über Methoden, Tools und Vorlieben. Sie geben uns Einblick in ihre Erfahrungen bei der Entstehung digitaler Anwendungen.

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Alexandra-Irina Nicolae

Autor: Alexandra-Irina Nicolae

Alexandra-Irina Nicolae ist seit etwa einem Jahr Projektmanagerin bei der Neofonie. Schon zuvor war Sie als Projektmanagerin bei ImmobilienScout tätig.

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