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Der Kunde als Ideenlieferant Nr.1 – Ideenmanagement mit dem Kunden via Social Media

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Ideen- und Wissensmanagement entwickeln sicher immer weiter. Wo früher noch Wissen mündlich weitergegeben wurde und Ideen in Workshops und Fokusgruppen auf Flipcharts festgehalten wurden, wird zunehmend das Worldwideweb als Wissens- und Ideenlieferant genutzt. So diskutieren täglich Millionen von Menschen im Web auf unterschiedlichsten Plattformen über Produkte und Dienstleistungen. Warum also diese Diskussionen nicht auch als Input nutzen und daraus Hinweise für Innovationspotenziale ableiten. Diese Form der transparenten Kommunikation ist Chance und Risiko zugleich. Wir müssen uns im Klaren sein, dass Innovationen überall auf der Welt entstehen, zeitgleich, dynamisch. Die Idee als Produkt individueller Denkleistung wird immer seltener, das kollektive Wissen ist omnipräsent. Dieses in Produkte und Dienstleistungen zu transformieren ist die Kunst des Unternehmers, gerade in gesättigten Märkten. Aber geht das so einfach? Was muss beachtet werden, um Social Media & Co. effizient und sinnvoll für das Ideenmanagement zu nutzen?

Nun kann man gelegentlich auf der einen oder anderen Webseite nachschauen, was über die eigenen Produkte oder die der Mitbewerber geschrieben wird. Und wenn dort gute Ideen stehen, können diese in das Ideenmanagement aufgenommen werden. Und dann hofft man, dass sich hieraus gelegentlich Produktinnovationen entwickeln, die sich erfolgreich vermarkten lassen.

Ganz ehrlich, das hat wenig mit einem systematischen Prozess zu tun, der dazu beitragen soll, das Ideenmanagement effizient weiterzuentwickeln. Ähnlich wie bei vielen anderen Themen im Unternehmen handelt es sich hierbei nämlich um einen Transformationsprozess, der viele Aspekte tangiert und bei dem es gilt, alle wichtigen Themen zu beachten, um eine erfolgreiche Umsetzung sicherzustellen.

Systematischer Transformationsprozess

Was sind aber nun die wesentlichen Themen, was sollte beachtet werden? Wie bei jedem Projekt, welches die Unternehmensentwicklung in sich schnell verändernden Märkten betrifft, sollten die folgenden Aspekte betrachtet werden:

  • Positionierung, Strategie und Geschäftsmodell: Welche Vision wird mit der Transformation verfolgt, welcher Markt wird adressiert, wo stehen Wettbewerber und Partner, u.v.m.
  • Wertschöpfungsprozessmodell: Hier geht es im Wesentlichen darum, Prozessbeschreibungen für die Wertschöpfungs-, Führungs- und Unterstützungsprozesse zu definieren sowie Prozessverantwortliche zu benennen.
  • Rollen und Verantwortlichkeiten: Ganz einfach gesagt, wer ist wofür verantwortlich und welche Kompetenzen werden hierfür benötigt?
  • Optimierte Organisationsstruktur: Jede Transformation hat Auswirkungen auf die Organisationsstruktur bzw. hat die Aufgabe, diese zu optimieren. Welche Kriterien werden hier angelegt, welche rechtlichen Aspekte sind zu beachten, welches sind die sog. „Building Blocks“ und wie könnten die Geschäftsaufträge für die Organisationseinheiten aussehen?
  • Fähigkeiten und Personal: Neben der quantitativen und qualitativen Jobplanung – abgeleitet aus den Rollen, sind hier auch die Bedarfsanalyse und der Staffingplan abzuleiten. Dazu gehören auch Mitarbeiter-Entwicklung, ggf. Recruiting, Zielvereinbarungen u.v.m.
  • Unterstützende Methoden und Informationssysteme: Es müssen die Methoden für die Prozesse und Aufgaben festgelegt, Mitarbeiter qualifiziert werden. Und es ist die Frage zu klären, welche prozess- und methodenunterstützenden Informationssysteme geplant, eingeführt und betrieben werden müssen.
  • Controlling und Governance: Und schlussendlich müssen die Ziele mittels geeigneter KPIs und entsprechendem Reporting kontrolliert und ggf. weitere Anpassungen vorgenommen werden.

Um dies systematisch durchzuführen, hat die Beratungs- und Projektunternehmung TCI Transformation Consulting International aus der Erfahrung zahlreicher Transformationsprojekte ein Vorgehensmodell entwickelt, welchen in vielen derartigen Projekten mit Erfolg eingesetzt wurde.
Enterprice Transforation Cycle

Der Enterprise Transformation Cycle als Methode zur systematischen Transformationsplanung und deren Implementierung
Quelle: Transformation Consulting International – TCI

Weiter lesen: Implementierung einer Social Media Nutzung für das Ideenmanagement

Holger Düwiger

Autor: Holger Düwiger

Holger Düwiger ist CTO der Neofonie GmbH. Seit über 15 Jahren beschäftigt er sich mit technologiegetriebenen Innovationen. Sein Interesse gilt besonders innovativen Ansätzen und Konzepten, bei denen das Internet und Daten im Fokus stehen. Als CTO und Intermediär zwischen Business und Technologie, sorgt er dafür, dass Innovationen im Sinne des Businessnutzens anwendbar werden. Holger ist diplomierter Mathematiker der TU Berlin.

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